Erfahrungen konsequent nutzen

Gestern ging es an dieser Stelle um das „Abhandenkommen von Wissen“ in Unternehmen. Heute steht die Reaktivierung des Wissens und der Erfahrung älterer, im Ruhestand lebender Fachleute im Mittelpunkt.

„Wozu das?“ werden Sie sich jetzt möglicherweise fragen.

Experten sehen schon in wenigen Jahren einen durch die demografische Entwicklung ausgelösten Fachkräftemangel auf Deutschland zukommen. Besonders der Mittelstand wird darunter leiden. Daher prognostizieren Fachleute, dass die Unternehmen aus diesem Grund langfristig nicht um Einstellung älterer Ingenieure und anderer Spezialisten herumkommen werden. Schätzungen zufolge beträgt der Wert des in Deutschland durch Ruhestand brachliegenden Aus- und Weiterbildungspotenzials mehr als eine Billion Euro.

Ein Umdenken will schon heute das Internet-Portal „Erfahrung Deutschland“ einleiten.

„Viele tausend hoch qualifizierte und leistungsfähige Fach- und Führungskräfte leben heute im Ruhestand und geben ihre Kenntnisse nicht weiter, obwohl der Mittelstand ihr Wissen dringend bräuchte“, weiß der Geschäftsführer der Initiative. Das Portal bietet älteren, im Ruhestand lebenden Experten die Möglichkeit, Wissen im Bereich Projekt- oder Kundenakquisition an Unternehmen weiterzugeben.

…und Immanuel Kants Zitat, dass „alles Wissen aus Erfahrung stamme“ bekommt in diesem Kontext eine neue Bedeutung für zukunftsorientierte Personalpolitik. Wenn jetzt noch geeignete Mentorenmodelle aufgesetzt würden, könnten aus dieser Idee deutliche Impulse für die Praxis hervorgehen.

Fangen Sie doch einfach heute damit an…!

Ein Gedanke zu „Erfahrungen konsequent nutzen

  1. Zwischen Theorie und Praxis liegen stets die Herausforderungen – ähnlich wie zwischen einem Unternehmensleitbild und täglicher Arbeit.

    Zum Thema „Erfahrung verdient Respekt“ gibt es mittlerweile nicht nur eine politische Kampagne. Auch das Arbeitsblog des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nimmt sich dem an. Es wird deutlich, dass zwischen Gesagtem und Erlebtem (noch) riesige Lücken klaffen:

    http://arbeitsblog.bmas.de/?p=66

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