Open Access als Marketing-Instrument

„Nichts ist älter als die Zeitung von gestern“ sagt der Volksmund, und selbst der Bäcker von nebenan ist sich bewusst, dass er seine Backwaren vom Vortag  – wenn überhaupt – nur noch mit einem Preisabschlag „an den Mann bringt“. – Verzeihung, liebe Streiter für das Gute, Wahre und Schöne, denn die geschätzte Kundin ist hiermit ebenso gemeint.

In unseren modernen digitalen Zeiten gelten solch traditionellen Ansichten nicht mehr uneingeschränkt. So versucht beispielsweise der Axel-Springer-Verlag die digitalen Ausgaben seiner WELT KOMPAKT täglich für denselben Preis – 40 Cent pro Download – loszuschlagen, unabhängig davon, ob Sie die aktuelle oder die gestrige Ausgabe lesen wollen.  Versuchen kann man es ja durchaus…

Einen anderen Weg beschreiten derzeit die Verantwortlichen der Zeitschrift für E-Learning: Dort gibt es jetzt die beiden ersten Jahrgänge zum kostenlosen Download. Besonders enmpfehlenswert für Wissensmanager ist die Ausgabe, die sich mit E-Learning und Wissensmanagement befasst.

Auch ein Weg, um Wissen zu teilen und mit dem OpenAccess-Gedanken für „Abgelaufenes“ das Marketing aktueller Inhalte zu beflügeln. Bestimmt ist der ein und andere Interessent dabei, der bereit ist, für frische Ware zu bezahlen. Wie wär´s, liebe Springer-Verlag-Marketer!?

Die Fragestellung lautet dann nicht mehr, ob die Zeit reif ist für eine neue Zeitung, sondern ob die Verantwortlichen reif sind für die neue Zeit, die in diesem Werbespot propagiert wird:

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