Apropos "Wissensbilanz"

Eifrige Leser werden bemerkt haben, dass hier regelmäßig Vernetzungen gefordert und gefördert werden – auch im technologischen Sinn durch Links auf interessante und thematisch passende Inhalte.

Dieses Mal ist ein Zitat aus der nicht-öffentlichen Gruppe „Wissensbilanz“ im Business-Club openBC angebracht.

Die Verantwortlichen beschreiben auf Ihrer Einstiegsseite Abgrenzungen und Ergänzungen zum Wissensmanagement-Ansatz:

„Eine Wissensbilanz (engl.: intellectual capital statement) ist ein Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren.

Die Wissensbilanz fokussiert die strategische Sichtweise von Wissen in Unternehmen. Während Wissensmanagement, die Ressource Wissen auf operativer Ebene managt, beschäftigt sich die Wissensbilanz mit der strategischen Bedeutung von Wissen für die Wertschöpfung und die Zukunftsfähigkeit der Organisation. Einen wichtigen Bereich der Wissensbilanz stellt die Messung von Veränderungen im Wissensbestand dar. Somit ergänzen sich die beiden Konzepte optimal: Die Wissensbilanz gibt die strategische Richtung für das Wissensmanagementprojekt vor, die durch Maßnahmen des Wissensmanagements umgesetzt wird. Die Wissensbilanz wiederum stellt abschließend die erfolgte Veränderung des Wissensbestands und den erreichten Geschäftserfolg dar.

Im Gegensatz zum klassischen Finanzberichtswesen, ist die Wissensbilanz zukunftsorientiert. Sie enthält Aktivposten, die auf die zukünftige Wertschöpfung und das Erfolgspotential von Unternehmen in wissensintensiven Branchen entscheidenden Einfluss ausüben.

  • Die Diskrepanz zwischen dem Markt- und dem Buchwert von wissensintensiven Unternehmen dokumentiert die Bedeutung des immateriellen Vermögens dieser Unternehmen und die Handlungsnotwendigkeit den diesbezüglichen Informationsbedarf zu bedienen.
  • Die plausible Argumentation des holistischen unternehmensspezifischen Werts ist eine Notwendigkeit, die durch Basel II weiter an Brisanz gewinnt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sehen ebenfalls eine stärkere Einbindung des immateriellen Vermögenswerts in die Bilanz vor.
  • Die Präsentation der Unternehmenskultur und der Kompetenzen des Unternehmens nach Außen, für mögliche Partner, zukünftige Mitarbeiter und potentielle Kunden ist eine weitere Motivation für die Erstellung einer Wissensbilanz in einer vernetzten Welt, in der Grenzen an Bedeutung verlieren.
  • Das Messen und Managen des intellektuellen Kapitals im Unternehmen. Die effiziente Nutzung und die systematische, zukunftsorientierte Entwicklung des intellektuellen Kapitals verschafft dem Unternehmen eine Zukunft mit Perspektive.
    (vgl. Alwert et.al. in Mertins et.al. Hrsg., Wissensbilanzen, Springer 2005, S.4 ff)
  • Die Steuerung und kontinuierliche Weiterentwicklung von Unternehmensstrategien wird aus den Veränderungen der Wissensbilanz, Vergleich des Anfangs- und Endbestands, abgeleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse können als Antrieb für zukünftige Verbesserungsprozesse gesehen werden.“

Weiteres bietet Ihnen die Verknüpfung „Wissensbilanzierung“ in der Seitenspalte.

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