Definitionen

„Für den Begriff des Wissensmanagements existiert bis dato keine verbindliche Definition, wobei sich auch zugleich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen stellt, da jedes Unternehmen entsprechend seiner Bedingungen selbst entscheiden muss, auf welche Art und Weise Wissensmanagement umgesetzt werden soll und kann.“ (Deutschmann)

„Wissensmanagement ist der Versuch, die Erfahrung und das Ergebnis der Arbeit der Individuen, die eine Unternehmung bilden, zu sichern.“ (Bible)

„Wissensmanagement ist ein ganzheitliches integratives Konzept, das psychologische, organisatorische und informationstechnologische Faktoren beinhaltet, um die effektive Erschließung und den Transfer von Wissen zu gewährleisten.“ (Wilkens)

„Wissensmanagement ist die Sammlung der Prozesse, die die Erzeugung, Verteilung und Nutzung des Wissens beherrschen.“ (Bo Newman)

„Wissensmanagement will die organisatorische Wissensbasis eines Unternehmens bewusst gestalten. Hierzu müssen Prozesse der Wissenszieldefinition, der Wissensidentifikation, des Wissenserwerbs, der Wissensentwicklung, der Wissens(ver)teilung, der Wissensbewahrung, der Wissensnutzung und der Wissensbewertung beherrscht und verstanden werden. Wissensmanagement gibt sich dabei keiner Machbarkeitsillusion hin, sondern versucht lenkbare von nicht lenkbaren Prozessen zu unterscheiden.“ (Probst/Romhardt)

„Wissensmanagement ist die Kunst, aus immateriellem Vermögen Wert zu schöpfen.“ (Sveiby)

„Wissensmanagement ist eine Methodik, die von Menschen eine besondere Arbeitsweise erfordert und dazu dient, mit dem wertvollen Produktionsfaktor Wissen sinnvoll umzugehen.“ (Neumann)

„Wissensmanagement ist das Organisieren aller Prozesse, in denen Informationen, Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt, archiviert, verknüpft und verteilt werden. Durch den optimalen Umgang mit Wissen soll maximaler Nutzen aus diesem gezogen werden.“ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit)

„Wissensmanagement ist eine Antwort auf die fachlich zunehmende Inkompetenz von Ausbildern und damit eine Erweiterung der Lernmöglichkeiten von Auszubildenden weit über den fachlichen Horizont des Ausbilders hinaus.“ (Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung „Wissensmanagement und betriebliche Bildungsarbeit [WIMBA])

„Wissensmanagement (WM) sorgt für Bereitstellung, Verknüpfung und Verbesserung von Wissen und bewirkt damit Wettbewerbsvorteile und schnellere Innovation. WM schafft geeignete Voraussetzungen, dass auf dem besten vorhandenen Wissen in Unternehmen, aber auch in Ländern oder der Welt mit Ideen weiter entwickelt wird und neues Wissen systematischer entsteht.“ (Industrie-Arbeitskreis Wissensmanagement in der Praxis)

„Wissensmanagement ist das Management der Aktivitäten und Prozesse, welche Wirksamkeit von Wissen steigern und die Wettbewerbsfähigkeit durch bessere Nutzung und Erzeugung von individuellen und kollektiven Wissensressourcen stärken.“ (CEN, 2004)

„Wissensmanagement ist die systematische und zielorientierte Nutzung, Entwicklung und Anwendung von Wissen und Fähigkeiten von Einzelpersonen oder einer Organisation mit dem Ziel, diese handlungsfähiger, innovativer und effizienter zu machen und einem Erfahrungsverlust durch Personalwechsel vorzubeugen.“ (BDA, 2007)

„Wissensmanagement unterstützt den systematischen Umgang mit Wissen in einem Unternehmen. Es sorgt dafür, dass Unternehmensmitglieder aus Erfahrungen lernen, Wissen und Informationen gezielt austauschen (z.B. gegenseitige Hilfe bei Problemen) und das im Unternehmen verfügbare Wissen gezielt zur Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen einsetzen (bspw. durch ein betriebliches Vorschlagswesen).“ (Universität Passau, 2009)

„Wissensmanagement ist die gezielte Gestaltung von Rahmenbedingungen und Prozessen in einer Organisation unter besonderer Berücksichtigung des Produktionsfaktors Wissen. Im Mittelpunkt steht dabei, individuelles Wissen zu schaffen, zu vernetzen und es in Wertschöpfungsprozessen anzuwenden.“ (Forum: Praxishandbuch Wissensmanagement, Graz 2007)

„Wissensmanagement (WM) ist das Management des in einem Handlungsbereich relevanten Wissens.

Die Gesamtheit der Wissensmanagement-Prozesse bildet den Tätigkeitsbereich des WM. Ziel des Wissensmanagements ist die Bereitstellung des erforderlichen Wissens in der richtigen Qualität. Dafür befasst sich WM mit Gestaltungsaufgaben bezogen auf die drei Wissensträger Individuen, Organisationen und Informationen, über die das Wissen in jedem relevanten Wissensgebiet verteilt und vernetzt ist.

WM kann die Gesamtaufgabe nicht allein stemmen: es muss die „eindimensionalen“ Disziplinen geeignet einbinden in einem orchestrierten und trans-disziplinären Vorgehen, d.h. ein Vorgehen, das über die Einzeldisziplinen hinaus auf das umfassendere Optimierungsziel ausgerichtet ist.“ (Nach Hofer-Alfeis, KnowTech Konferenzband 2005)

„Unter dem Begriff  ‚Wissensmanagement‘ wird das zielgerichtete Analysieren, Zusammenführen und Verknüpfen aller vorhandenen Erfahrungen und Informationen von Mitarbeitern in einem Unternehmen verstanden. Dies soll mithelfen, die Effektivität und Effizienz eines Unternehmens zu verbessern.“ (Edgars Kalejs | chefbüro.de, 2010)

„Der Begriff Wissensmanagement steht für eine Management-Philosophie, welche die bessere Nutzung von Wissen und Informationen in Unternehmen zum Ziel hat. Konkret bedeutet dies, dass Wissensmanagement die Entwicklung, Unterstützung, Überwachung und Verbesserung von Strategien, Prozessen, Organisationsstrukturen und Technologien zur Wissensverarbeitung im Unternehmen umfasst. Die Abfolge ist: Informationsbeschaffung, Wissensaufbereitung, Wissensübertragung, Wissensnutzung.“ (Handelsblatt.com)

„Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. Wissensmanagement ist weit mehr als Informationsmanagement.“ (Gabler Wirtschaftslexikon)
„Wissensmanagement beinhaltet die gezielte Entwicklung und Nutzung von Wissen, Know-how und Erfahrungen zur Unterstützung der strategischen Ziele und zur Förderung der kontinuierlichen Lernfähigkeit einer Organisation.“ (Pawlowsky, 2014)

 

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