Über Grenzen hinweg denken – und dabei lernen!

In Österreich hat kürzlich die Konferenz

„10 Jahre Wissensbilanz in Österreich: Erfahrungen, Wirkungen und Perspektiven“

stattgefunden.

Während hierzulande die Wissensbilanzierung noch weitgehend ein Schattendasein fristet, bietet sich jetzt die Gelegenheit, Einblicke in die dortigen Diskussionen zu nehmen. Die veröffentlichten Tagungsunterlagen bieten Gelegenheit, eigene Ansätze – oder Versäumnisse – mit denen unserer Nachbarn abzugleichen.

Geistiges Sommerloch?

Sommerpausen, Urlaub und Ferien sollen einiger Experten zufolge unmittelbare Auswirkungen auf unsere geistige Leistungsfähigkeit – bis hin zum IQ-Rückgang – haben.

Die Zeitungen sind in diesen Tagen auch weniger gehaltvoll als sonst, und daher bieten sich für all diejenigen, die vorbeugend weiterdenken wollen, einige Fragestellungen an, für die sonst im Tagesgeschäft meist die erforderliche Zeit fehlt:

  1. Was eigentlich ist Wissen und wie unterscheidet es sich von Information?
  2. Wozu betreibt man persönliches Wissensmanagement und was erwartet man sich davon?
  3. Wie sieht das praktisch aus, wenn ich mein Wissen persönlich manage?
  4. Welche Modellvorstellung steckt hinter dem Beispiel und wie lässt sich die auf andere Kontexte übertragen?
  5. Wer braucht persönliches Wissensmanagement und was ist der individuelle Nutzen?

Na haben Sie Lust bekommen, in Ihrer freien Zeit solche Denksportübungen zu absolvieren?

Falls nicht, nutzen Sie einen kleinen Teil Ihrer kostbaren Freizeit gern dafür, den Vortrag von Gabi Reinmann an der AutoUni in Ingolstadt wenigstens zu lesen. – Es lohnt sich, denn er belegt gleichermaßen, dass derartige Fragestellungen offenbar geeignet sind, Marketing für Autos des Volkswagen-Konzerns zu machen.

…womit wieder ein Zusatznutzen von Wissensmanagement deutlich geworden ist, oder?

Fachkräftemangel bei Mittelständlern

Über den Fachkräftemangel in verschiedensten Ausprägungen konnten Sie an dieser Stelle schon häufiger lesen.

Auch ist weitgehend bekannt, dass klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) häufig keine adäquate Personalentwicklung betreiben. Zu welchen Herausforderungen das im Einzelnen führt, war Gegenstand von Untersuchungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Weiterlesen

Vorbereitende Wissensvermittlung

Anfang des Monats haben Verantwortliche von FOCUS und Microsoft Deutschland die Ergebnisse ihrer Bildungsstudie 2007 vorgestellt.

Im Zentrum der Untersuchung standen die Aussagen von

  • Eltern,
  • Lehrer und
  • Personalverantwortlichen

zu Anforderungen an moderne Schulsysteme.

Die interessantesten Inhalte fasst die hier verknüpfte Präsentation zusammen.

Was das Ganze mit dem hier propagierten Wissensmanagement zu tun hat?

Wenn Wissen der Produktionsfaktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Wirtschaftstandorten ist, dann lauten mögliche Argumente – je nach semantischer Vorliebe:

  • zielorientierte Nachwuchsgewinnung und -förderung,
  • nachhaltige Sicherstellung von persönlicher und unternehmerischer Wettbewerbsfähigkeit,
  • situationsgerechter Aufbau und Nutzen von Humankapital und / oder
  • sinnvolle Hege und Pflege nachwachsender Rohstoffe.

Oder wie sehen Sie das?